Weihnachtssingen 2019

Düsseldorf, 8. Dezember 2019

Seit über 30 Jahren besuchen viele engagierte Bürger auf Einldung der AGD Aktionsgemeinschaft der Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine e.V. das traditionelle Weihnachtssingen in der Tonhalle.

Die Begrüßung bei dem Empfang der AGD nutzte Präsident Bernhard von Kries, um auf die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hinzuweisen. „Erst durch die vielen Bürger, die sich in Heimat- und Bürgervereinen, in Initiativen, Kultur- und Fördervereinen einbringen, konnte sich der Charakter und die Lebensqualität in dieser Stadt so positiv entwickeln. Düsseldorf wäre ohne dieses Engagement um Vieles ärmer“, betonte von Kries.

Neben der Bedeutung der AGD Mitgliedsvereine für das Gemeinschaftswohl der Stadt verwies er auch auf die Erfolge der Fighting Spirits, der Initiative Gaslicht und das große Engagement der Düsseldorfer Jonges.

Wie sehr die Arbeit der AGD und Ihrer Mitgliedsvereine, die zusammen weit über 30.000 Mitglieder haben, in der Stadt geschätzt wird, wurde auch in der Begrüßung des Oberbürgermeisters Geisel deutlich, der ausdrücklich für die konstruktive Zusammenarbeit dankte und die positive Zusammenarbeit betonte.

Das anschließende Konzert fesselte die Besucher mit einem anspruchsvollen Programm, das dann spätestens zum Schluss mit dem gemeinsamen Singen weihnachtliche Stimmung hervorzauberte.

Bernhard von Kries
Präsident der AGD e.V.

 

Fotos: Anke Hesse


Ansprache zum Empfang vor dem Weihnachtssingen

Sehr geehrte Frau Regierungspräsidentin,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr verehrte Frau Dr. Geisel,
sehr geehrter Herr Stadtdirektor,
sehr geehrte Abgeordnete des Bundestages und des Landtages,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße sie herzlich zum Empfang vor dem Weihnachtssingen, dem Original, in der Tonhalle, dass wir als AGD seit über 30 Jahren mitorganisieren. Eigentlich müsste ich jeden von Ihnen namentlich begrüßen, denn alle unsere Gäste setzen sich mit großem Engagement für diese Stadt ein, aber dann wäre der Zeitrahmen gesprengt.

Anders als in den letzten Jahren werde ich heute bei der Begrüßung keine aktuellen Themen der Stadt ansprechen, Anregungen und Wünsche äußern oder Anmerkungen geben. In vielen Gesprächen hatten wir dieses Jahr bereits Gelegenheit uns zu wichtigen Themen einzubringen, wie z.B. im Rathaus bei der 2stündige Diskussion mit Herrn Oberbürgermeister oder die Gespräche im Landtag mit Herrn Landtagspräsident Kuper.

Heute feiern wir den 2. Advent, wir befinden uns in den vier Wochen vor dem Weihnachtsfest, Zeit der Besinnung, Zeit des Rückblicks, Zeit der Dankbarkeit.

Für Kinder ist es ein ganz besonderes Fest, denn sie leben es. Die Vorfreude ist groß, die Spannung steigt und sie bereiten sich vor: Wunschzettel schreiben, Plätzchen backen, mit der Familie Zeit haben. Ja, so romantisch ist bei vielen die Erinnerungen an diese Zeit.

Aber was machen die Erwachsenen daraus:
Termindruck zum Jahresende, die Vorbereitung des perfekten Festes, Geschenke kaufen und durch die Zeit jagen, der Augenblick geht verloren.

Ich habe mir fest vorgenommen, es dieses Jahr mal ruhiger angehen zu lassen, und mich auf das wichtige zu konzentrieren: Dazu gehört es für mich, inne zu halten, mal das Jahr Revue passieren zu lassen, das Glück zu begreifen,
• wenn die eigene und Gesundheit der Familie mitspielte,
• schöne Erlebnisse das Jahr bereicherten,
• an die Menschen denken, die zum Glück beigetragen haben,
• nachdenken, wem ich danken möchte,
• oder wer mich beeindruckt hat.

So gibt es doch einige, die dieses Jahr mit Ihrem Verhalten mein Leben bereichert und mich beeindruckt haben.

Zunächst natürlich meine Familie und meinen Freunden. Außerdem bei vielen Kontakte bei der ehrenamtlichen Tätigkeit für die AGD:

Engagierte Vereinsvorstände, die für Ihren Stadtteil so viel bewegen, dies durch enormen zeitlichen Einsatz, die Heimat- und Bürgervereine.
Kulturvereine, die Menschen an die Kunst führen, diese damit vor der Einsamkeit bewahren und ein kreatives Hobby schaffen
Fördervereine, die den Schulgarten und den botanische Garten unterstützen, um damit Mensch und gerade Kinder an die Schönheit der Natur heranführen.

Besonders beeindruckend sind für mich die Initiatoren der Fighting Spirits: Familien die von einem extremen Schicksalsschlag getroffen wurden, als bei einem Kind Krebs diagnostiziert wurde, organisierten hier eine Gemeinschaft, um mit Musik und dem gemeinsamen Handeln in schwierigster Zeit ein Raum der Ablenkung und Hoffnung zu schaffen. In einigen Konzerten durfte ich die Gruppe erleben, immer wieder war ich tief berührt.

Und es sind die Entscheidungsträger der Stadt, die durch konstruktive und vertrauensvolle Gespräche die Arbeit der Vereine und der AGD wertschätzen, Mein Dank geht stellvertretend an Herrn Oberbürgermeister, mit Ihnen konnten wir oft intensiv Themen diskutieren.

Die Motoren der Gaslichtinitiative darf ich begrüßen: Frau Eickelkamp und Herrn Cleffmann. Diese Initiative zeigt, dass Bürger durch sachlich fundierte Information und Kritik viel Interesse wecken können und politische Entscheidungen beeinflusst wurden.

Bei all den genannten Vereinen und Initiativen erkennen Sie, dass häufig erst im Zusammenschluss von Gleichgesinnten, der gemeinsamen Motivation und der Bündelung der Energie der Erfolg eintritt:

Dies erleben wir seit Jahrzehnten in Heimat und Bürgervereinen, in Kunst und Kulturvereinen.

Häufig wurden diese Vereine in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg gegründet. Als die Menschen eigentlich genug mit dem reinen Kampf gegen Not und Hunger zu tun hatten, schlossen sich in vielen Stadtteilen Bürger zusammen, weil sie wussten, dass nur mit einer funktionierenden Gesellschaft der Aufbau und damit der Weg aus der Not möglich werden konnte.

In den folgenden Jahrzehnten sorgten diese Vereine dafür, dass Stadtteile ihren Charakter erhalten konnten, im Sinne der dort lebenden Bürger entwickelt wurden und mit gemeinsamen Aktionen eine starke Gemeinschaft entstand.

Sie handelten aus Interesse an der Sache, frei von politischem Kalkül. Im Zusammenschluss vieler Vereine und mit der Unterstützung von vielen engagierten Bürgern wurden häufig politische Beschlüsse zum Wohle der Stadt und der dort lebenden Menschen verändert.

Die Arbeit der Vereine und ihrer Dachorganisation AGD erfährt seit fast 70 Jahren Wertschätzung von allen Seiten. So wird nun durch ein spezielles Budget der Landesregierung die Arbeit der Vereine vom Heimatministerium unterstützt. Frau Begale, meine Vizepräsidentin, hat diese Fördermöglichkeiten in einer Mitgliederversammlung dezidiert erläutert und steht hier als Ansprechpartner zur Verfügung.

Dank sagen möchte ich dafür unseren Landtagsabgeordneten Frau Erwin und Herrn Engstfeld.

Ebenfalls werden die Möglichkeiten in der AGD von den Vereinen sehr geschätzt. In den letzten zwei Jahren schlossen sich neue Vereine mit über 18000 Mitgliedern der AGD an. Dies bietet unseren Vereinen ein großes Netzwerk zum Austausch, die Möglichkeit zu erfolgreichem ehrenamtlichen Einsatz für unsere schöne Stadt Düsseldorf.

Dieses Ehrenamt an der Spitze der AGD, die Zusammenarbeit mit unserem Vorstand und den Mitgliedsvereinen bereichert mein Leben und ich freue mich sehr, dass der Vorstand der AGD vor zwei Wochen von den Mitgliedern bestätigt wurde und um Frau Begale als Vizepräsidentin und Herrn Dr. Fischer als Kurator für Städtebau und Stadtgeschichte ergänzt wurde. Leider gehört auf eigenen Wunsch Herr Hebenstreit nicht mehr dazu.

Meine Damen und Herren,

es gibt viele Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren
Nicht daheim sitzen und nörgeln, besser Ideen in Diskussionen oder besser noch im Verbund mit Gleichgesinnten einbringen, die Vereine der AGD bieten ein großes Spektrum.

Sie finden hierzu Informationen auf unserer Internetseite oder sprechen Sie uns einfach an. Wir unterstützen die Vereine bei vielen Themen und mischen uns bei gesamtstädtischen Aufgaben ein, fordern qualitativ angemessene Planung und Umsetzung.
• Wir wollen dadurch die Lebensqualität in dieser Stadt erhalten und weiter entwickeln
• Wir wollen das erhalten, was diese Stadt so lebenswert macht
• Wir agieren nicht mit politischem Kalkül
• Wir engagieren uns ehrenamtlich
• Unser Motor ist das Wohl der Bürger
• Das Wohl der Vereine
• Das Wohl der Stadt
• Wir stehen als ehrlicher Berater zur Verfügung,
• Nutzen Sie das Wissen der AGD, das Wissen der Vereine und deren Mitglieder.

Meine Damen und Herren, ich wünsche Ihnen eine entspannte und friedliche Adventszeit, gesegnete Weihnachten, glückliche Stunden im Kreis der Familie.
Und nun viel Freude bei dem Konzert.

Ich danke Ihnen und darf nun das Wort an Herrn Oberbürgermeister Geisel übergeben.

BERNHARD von KRIES

 

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